Wie tief Brunnen bohren? | Maximale Tiefe für Gartenbrunnen

Wasser aus dem eigenen Gartenbrunnen ist für viele Gärtner und Hausbesitzer sehr wertvoll. Denn wird genügend Grundwasser aus der Tiefe hoch gefördert, kann bei der Wasserrechnung sehr gespart werden. So kann das Wasser aus dem Brunnen für die Gartenbewässerung genutzt werden, hierzu wird einfach nur ein Schlauch an die Gartenbrunnenpumpe angeschlossen.

Noch billiger kann es für Sie werden, wenn Sie das Wasser aus dem Brunnen auch für die Hausleitung, zum Beispiel für die Toilette oder die Waschmaschine nutzen. Haben Sie das Wasser prüfen lassen, kann dieses sogar für die gesamte Wasserversorgung im Haus dienen, wenn es die entsprechenden Werte aufweist.

Doch wie tief sollten Sie einen Brunnen bohren, um an das Grundwasser zu gelangen? Hiermit befasst sich der folgende Artikel.

Nicht die Lage, die maximale Tiefe ist entscheidend, wie viel Wasser nach oben befördert wird

Je nach Bundesland ist es unterschiedlich, wie tief hier gebohrt werden darf und muss, um an das Grundwasser zu gelangen. So kann die Bohrung zwischen 10 und 100 Metern betragen. Wobei Sie für die tiefen Bohrungen immer eine Fachfirma beauftragen sollten.

Denn wichtig ist bei dem Brunnenbau auch, dass die Fördermenge gesichert wird, was bei tiefen Bohrungen oft nicht der Fall ist. In vielen Fällen liegen die Wasseradern aber in einer Höhe zwischen neun und zwölf Metern und können somit problemlos von Ihnen selber erreicht werden.

Wichtig bei der Höhe des Brunnens ist auch die Tiefbrunnenpumpe, für die Sie sich entschieden haben. Denn nicht jedes Modell ist auch für jede Tiefe geeignet. Daher sollten Sie sich beim Bohren des Brunnens an die maximale Tiefe halten, die die Gartenbrunnenpumpe erreichen kann.

Garten Brunnen Schwengelpumpe Bewässerung Pflanzen

Beim Bau von einem Brunnen ist es wichtig zuvor zu wissen, wie tief man bohren muss um an das Grundwasser zu gelangen.

Die maximale Tiefe entscheidet über die Qualität

So werden Gartenbrunnen, die das Wasser bis zu acht Meter hoch befördern, als bodennah benannt. Diese können jedoch in der Regel nur als Gartenbrunnen für das Bewässern der Pflanzen genutzt werden. Denn in dem Grundwasser, das sehr hoch im Boden angelagert ist, finden sich viele Stoffe die über die Erde eingedrungen sind, wie Dünger oder Insektizide.

Für Trinkwasser müssen Sie aber bis in tiefere Schichten graben, ein Tiefbrunnen beginnt hier meist bei zehn Metern. Hier befindet sich das Grundwasser, das den Qualitätsanforderungen für Trinkwasser entsprechen kann.

So ist es vor dem Graben für Sie wichtig zu entscheiden, ob Sie Trinkwasser im gesamten Haus oder nur Grundwasser für die Gartenversorgung wünschen. Entsprechend tief müssen Sie dann die maximale Bohrung vornehmen und graben.

Wie tief ein Gartenbrunnen gebohrt werden muss, ist dann ebenfalls entscheidend für die weitere Vorgehensweise. Ob Fachfirma oder selber Graben hängt immer davon ab, aus welcher Tiefe Sie das Grundwasser nach oben befördern wollen.

Einen Brunnen selber bohren

Einen Gartenbrunnen können Sie auch selber bohren. Hierbei können Sie bis zu zwölf Meter tief in den Boden graben. Liegt die Grundwasserader jedoch in weiterer Tiefe, dann sollten Sie hier für die maximale Bohrleistung eine Fachfirma beauftragen. Als erstes müssen Sie beim selber graben nun mit dem Bohrgestänge so tief bohren, bis Sie auf Wasser stoßen.

Doch damit ist es nicht getan, denn nun beginnt erst die richtige Arbeit. Das verwendete Brunnenrohr sollte immer mindestens drei Meter länger sein, damit Sie bis in die unter dem Wasser liegende Kiesschicht vordringen können. So können Sie sich ein Polster an Wasser anlegen, dass Sie auch dann noch hoch pumpen können, wenn es zu einer längeren Trockenzeit kommt.

Wichtig ist vor dem Bohren, dass Sie bei Ihrer Gemeinde nachfragen, ob Sie die Bohrung durchführen dürfen. Oftmals müssen Sie dies kostenlos anmelden. Eine behördliche Genehmigung benötigen Sie immer dann, wenn das gepumpte Wasser aus dem Gartenbrunnen auch als Trinkwasser genutzt werden soll.

So bohren Sie den Brunnen selbst – im Video erklärt

Wie Sie einen Gartenbrunnen selber bohren können und wie Sie hierbei idealerweise vorgehen, wird Ihnen im nachfolgenden Video auch anschaulich erklärt. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie es geht, dass Sie einfach bis zum Grundwassergelangen und dieses mit einer Tiefbrunnenpumpe dann für Ihren Garten nach oben befördern können.

So erfahren Sie hier auch, wie sie die Seitenwände absichern und was Sie tun müssen, wenn das Brunnenrohr versenkt wurde, damit die später angeschlossene Brunnenpumpe keine Steine und Matsch nach oben befördert.

Hier geht es zum Video:

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Benötigtes Material

Wenn Sie bis zu einer Tiefe von 12 Metern bohren möchten, dann benötigen Sie hierfür auch das spezielle Material. So sollten Sie einen Motorbohrer oder eine Bohrgarnitur im gut sortierten Fachhandel ausleihen. Hinzu kommt das Brunnenrohr, das Sie natürlich kaufen müssen.

Um den Brunnenschacht von so viel Schlamm und Kies zu befreien damit die Gartenbrunnenpumpe später nicht verstopft, benötigen Sie zudem auch einen Plunscher oder eine Kiespumpe. So fördert der Bohrer zwar auch Kies und Schlamm nach oben, aber dabei bricht immer wieder die Wand zusammen, so dass das Wasser nie klar wird. Aus dem Grund müssen Sie das Loch verrohren und hier ein Rohr mittels Hammer tief einschlagen, soweit es geht.

Den neuen Gartenbrunnen vor dem Anschließen Plunschen

Wurde das Rohr tiefer als das Grundwasser in die Erde gestoßen, sind die Wände zwar befestigt, im Wasser befindet sich aber immer noch viel zu viel Sand, Schlamm und Kies. Damit dies nun nicht in die Brunnenpumpe beim Fördern gerät, wird das Loch geplunscht. Hierzu verwenden Sie ein offenes Stahlrohr, das sich von selbst mit dem Sand und Matsch füllt, wenn Sie dieses in das Brunnenloch herablassen.

Dann müssen Sie das Rohr an dem angebrachten Seil mit Schwung wieder nach oben ziehen. Hierbei schließt sich der unten angebrachte Klappdeckel und der sandige und matschige Inhalt kann so nach oben gezogen werden. Da das Plunschen nur in genügend Wasser funktioniert, sollten Sie am Anfang den Brunnenschacht mit dem Wasserschlauch mit Wasser gut auffüllen.

Die Arbeit kann leider auch sehr schweißtreibend sein und je nach Höhe des Grundwassers im Brunnenschacht auch einige Zeit dauern. Zum Schluss muss dann noch die Pumpe eingesetzt und angeschlossen werden.

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