Pumpenhaus dämmen, isolieren und abschirmen (Tipps)

Wer einen Pool oder einen Brunnen im Garten hat, braucht zumeist auch eine Pumpe dafür. Diese bringt man am besten in einem eigenen Pumpenhaus oder Pumpenschrank unter.

Dort stört sie den Anblick des Gartens nicht und ist geschützt untergebracht. Wenn Sie Ihre Gartenpumpe das ganze Jahr über im Pumpenhaus oder Pumpenkasten neben dem Pool oder Brunnen belassen wollen, müssen Sie das Häuschen oder die Box aber ausreichend dämmen, damit die Pumpe im Winter nicht einfriert.

Zudem ist auch eine Schalldämmung ratsam, wenn Sie Ihren Pool in Ruhe genießen möchten.

Das Pumpenhaus gegen Wärmeverlust dämmen

Den besten Schutz gegen Kälte erreicht man im Winter, indem man mehrere Kleidungsschichten übereinander anzieht.

Die dazwischen liegenden Luftschichten und der Wechsel zwischen unterschiedlichen Materialien verlangsamen den Temperaturaustausch besser als ein einziges dickes Kleidungsstück. Dasselbe Prinzip funktioniert auch beim Dämmen von Wänden.

Legen Sie also zusätzlich zur Außenwand eine Innenwand an und lassen Sie einen Abstand dazwischen. Als Material für die Innenwand empfiehlt es sich, Holz zu verwenden. Es hat zwar einen hohen Pflegebedarf, ist aber ein schlechter Wärmeleiter und verlangsamt daher den Temperaturverlust.

Bereits eine Luftschicht zwischen den beiden Wänden isoliert ein wenig. Noch besser ist es aber, hier Dämmmaterial einzuziehen.

Dämmung und Abdichtung der Decke

Das folgende Video zeigt am Beispiel eines Gartenhauses, wie man eine Decke dämmt und gibt Tipps zu Problemen, die dabei auftreten können. Zusätzlich sehen Sie, wie man gleich beim Dämmen auch Dampfschutzfolie zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit verlegen kann.

In dem Video wird Dämmwolle als Dämmmaterial verwendet. Sie lässt sich über Kopf meist am leichtesten anbringen. Mit entsprechender Fixierung können Sie aber auch andere Materialien wie etwa Styroporplatten verwenden.

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Besonderheiten beim Dämmen im Pumpenhaus

Im Grunde kann ein Pumpenhaus genau wie ein Gartenhaus gedämmt werden. Es gibt allerdings zwei wichtige Punkte, die zusätzlich beachtet werden müssen.

Der Erste ist, dass ein Temperaturaustausch mit der Außenluft erwünscht und notwendig ist, wenn die Pumpe in Betrieb ist. Insbesondere im Sommer kann die Gartenpumpe sonst überhitzen und im schlimmsten Fall das Pumpenhaus in Brand setzen. Bauen Sie also Fenster oder Belüftungsklappen ein, die Sie im Winter verschließen können.

Der zweite Punkt ist, dass man unter der Pumpe keinen doppelten Boden anbringen sollte. Er kann allzu leicht als Klangkörper fungieren, der die Vibrationen der Pumpe verstärkt und den Pool zur Lärmbelästigung für Sie und Ihre Nachbarn macht.

Kältebrücken erkennen und vermeiden

Vornehmlich an Türen, Klappen und Fenstern entstehen häufig Kältebrücken. Das sind Stellen, an denen ein Konstruktionsteil ununterbrochen von der Innenseite bis nach außen verläuft. Da in ihnen keine isolierenden Schichten bestehen, leiten diese Bauteile mehr Wärme nach draußen ab.

Oft sind sie nicht nur an der kühleren Temperatur, sondern auch an Feuchtigkeitsbildung an der Innenseite zu erkennen.

Leider lassen sich Kältebrücken konstruktionsbedingt selten ganz vermeiden. Versuchen Sie aber, ihre Zahl so gering wie möglich zu halten und sie nach Möglichkeit aus schlecht wärmeleitendem Material zu bauen.

Schalldichtung und Dämmung am Boden des Pumpenhauses

Die wichtigste Maßnahme, um die Lärmentwicklung durch die Gartenpumpe zu reduzieren, ist, die Rohre so zu verlegen und anzuschließen, dass keine Vibrationsübertragung von der Pumpe auf sie möglich ist.

Außerdem sollten mehrere Zentimeter Abstand zwischen der Pumpe und den Seitenwänden sowie der Decke eingehalten werden, sodass sie nicht daran anschlagen kann.

Die Unterseite des Pumpenhauses kann man schalldämmen, indem man sie mit einer Gummimatte auslegt, wie sie auch für Waschmaschinen verwendet wird. Wählen Sie hier ein möglichst dickes Material. Es ist am effektivsten und dient auch gleich der Wärmedämmung.

Auf keinen Fall darf eine Gartenpumpe durch Abdeckung oder Umwicklung mit Schaumstoff oder Noppenfolie schallgedämmt werden. Das blockiert auch den Luftaustausch und erhöht dadurch die Brandgefahr.

Reichen Schalldämpfer und Gummimatte nicht aus, verkleiden Sie lieber die Innenwände des Pumpenhauses mit einer weichen Polsterung oder einer Schallschutzverkleidung, wie sie in Tonstudios verwendet wird.

Schnee Winter Kälte

Im Inneren des Pumpenhauses sollte sich keine Feuchtigkeit stauen können. Nasse Stellen würden zur Schimmelbildung im Dämmmaterial führen und die Holzverkleidung zerstören.

Daher ist eine Abdichtung gefragt, die das Pumpenhaus noch atmen lässt, sodass kein Wasser von außen eindringt, innen kondensierende Flüssigkeit aber trocknet. Die beste Lösung hierfür ist eine atmungsaktive Folie, wie die im Video verwendete Dampfschutzfolie.

Die einzige Ausnahme ist dabei wieder das Fundament. Hier sollte schon bei der Errichtung eine Schutzfolie unter dem Beton angebracht werden, um jedes Eindringen von Feuchtigkeit aus dem Boden zu verhindern.

Fazit

Das Pumpenhaus gegen Kälte, Lärm und Feuchtigkeit zu dämmen, isolieren und abzuschirmen ist entscheidend für seine Lebensdauer, Ihr Wohlbefinden und den Schutz der Pumpe.

Um wirklich effektiv zu sein, sollte die Dämmung bereits vor dem Bau geplant und bei der Errichtung mit angebracht werden. Nachträgliche Maßnahmen sind deutlich weniger wirksam.

 

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