Laufzeit der Poolfilterpumpe: Wie lange, Wann und Warum?

Die Poolpumpe ist, neben den richtigen Poolpflegemitteln, der entscheidende Faktor für sauberes, klares Wasser und ungetrübtes Vergnügen beim Baden. Damit Schmutzpartikel und Schwebstoffe optimal ausgefiltert werden, braucht es eine geeignete Pumpe.

Diese muss aber auch lang genug und zu geeigneten Zeiten betrieben werden. Immer wieder fragen sich Poolbesitzer deshalb: Wie lange und wann soll ich meine Poolfilteranlage laufen lassen? Dauerhaft? Nachts? Darf die Pumpe beim Baden laufen? Pauschale Antworten gibt es nicht, denn verschiedene Faktoren spielen eine Rolle. Aber an folgenden Regeln können Sie sich orientieren:

Warum ist die richtige Laufzeit so wichtig?

Es ist sehr sinnvoll, sich über die richtige Laufzeit für die Poolpumpe Gedanken zu machen, schließlich geht es dabei nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, sondern auch um hygienische Verhältnisse beim Baden im Pool. Läuft die Anlage nicht lange genug, setzen sich bald Verschmutzungen ab und die Entstehung von Algen wird begünstigt.

Läuft sie hingegen dauerhaft, wird unnötig Strom vergeudet und es besteht unter Umständen eine Dauerbelästigung durch die Geräusche der Schwimmbadpumpe. Bei korrekter und gut verteilter Laufzeit hingegen, kann die Filterpumpe optimal arbeiten. Das spart nicht nur Strom, sondern kann auch dafür sorgen, dass weniger Chemikalien benötigt werden, um den Pool rein zu halten.

Wie lange muss meine Filteranlage im Pool laufen?

Entscheidend für die richtige Laufzeit sind vor allem die Leistung der Poolpumpe und das Wasservolumen. Es wird allgemein empfohlen, die Filteranlage so lange zu betreiben, dass das gesamte Wasser innerhalb von 24 Stunden den Filter mindestens zwei mal durchlaufen kann. Zur Berechnung der nötigen Zeit nehmen Sie das doppelte Wasservolumen und teilen es durch den stündlichen Wasserdurchsatz der Pumpe (auf Typenschildern oft mit dem Kennbuchstaben Q angegeben). Das Ergebnis ist die empfehlenswerte Mindestlaufzeit in Stunden.

Bei den gängigen Quick-Up-Pools mit sechs m³ Inhalt und einer Filteranlage, die vier m³ in der Stunde schafft, wären also mindestens drei Stunden Laufzeit für die Poolpumpe sinnvoll. (Rechnung: 12 : 4 = 3)

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Was sollte bei der Laufzeit noch bedacht werden?

Auch Faktoren wie Standort, häufiges Baden und Temperatur spielen ein Rolle. Unter Bäumen und in der Nähe von Blumenbeeten geraten mehr Laub, Pollen oder Insekten in den Pool. Auch bei häufigem Baden gelangen mehr Schmutzpartikel, Haare oder Gras ins Wasser. Heißes Wetter, bzw. eine höhere Wassertemperatur begünstigt ein schnelleres Algenwachstum. Da all diese Faktoren mehr oder weniger häufig vorhanden sind, sollten Sie die Pumpe grundsätzlich lieber zwei bis drei Stunden länger laufen lassen als mindestens nötig.

Auch die regelmäßige Wartung der Pumpe sollten Sie nicht außer Acht lassen. Bei Kartuschenfiltern lässt die Leistung nach, wenn die Kartusche länger nicht gereinigt oder ausgetauscht wurde. Ebenso verhält es sich beim Betrieb von Sand-, Kieselgur- und Anschwemmfiltern, wenn nicht regelmäßig durch Rückspülung Verunreinigungen aus der Pumpe entfernt werden.

Kann die Poolpumpe am besten nachts laufen?

Viele Poolbesitzer entscheiden sich, die Poolpumpe nachts durchgehend zu betreiben und lassen sie während des Tages oder beim Baden dann gar nicht laufen. Die Möglichkeit die Pumpe einfach nur nachts laufen zu lassen, erscheint zwar praktisch, ist aber für den Reinigungseffekt nicht optimal. Lässt man die Filteranlage nachts für mehrere Stunden laufen, kann das zwar zeitlich ausreichend sein, dennoch kann es passieren, dass sich dann tagsüber Verschmutzungen im Pool ablagern.

Insbesondere wenn der Pool nicht jeden Tag genutzt wird, kommt es zu sehr langen Zeiten in denen das Wasser „still steht“. Wenn weder beim Baden, noch durch die Poolpumpe das Wasser im Schwimmbad aufgewühlt wird, setzten sich Schwebstoffe und Schmutzpartikel am Boden und den Wänden ab. Läuft die Pumpe nur nachts, kann sich dort einiges ansammeln.

Deshalb ist es sinnvoller, die Filterpumpe in regelmäßigen Intervallen (beispielsweise drei mal zwei Stunden) nicht nur nachts, sondern auch tagsüber laufen zu lassen. Eine Zeitschaltung kann dabei nützliche Dienste leisten.
Sicherheitstechnisch spricht bei korrektem Betrieb übrigens auch nichts dagegen, die Pumpe beim Baden laufen zu lassen. Die Laufzeit kann dann sogar besonders effektiv sein, da das Wasser dabei meist starkt aufgewühlt wird und die Pumpe besonders viele Schmutzpartikel „erwischen“ kann.

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